Liegt die Außenlufttemperatur etwa zwischen –5°C und +7°C, droht der Verdampfer zu vereisen, woraufhin die WP in den Abtaumodus wechselt. Beim Abtauen dreht die WP den Prozess für kurze Zeit um und entnimmt der Heizanlage vorübergehend Wärme. Dieser Vorgang dauert 5–15 Minuten und tritt bei ungünstigen Bedingungen mehrmals täglich auf. Im Übergangsbereich senkt das die effektive JAZ ein wenig.
Energie-Glossar: Fachbegriffe erklärt
139 Fachbegriffe rund um Strom, Gas, Photovoltaik und PV-Repowering — kompakt und verständlich erklärt. Das Energie-Glossar von MySmartEnergy erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Strom, Gas, Photovoltaik und Repowering verständlich.
Unter Agri-Photovoltaik (Agri-PV) versteht man ein Verfahren, mit dem landwirtschaftliche Flächen parallel für den Anbau von Pflanzen und die Gewinnung von Solarstrom genutzt werden. Die Solarmodule werden hierfür über oder zwischen den Anbauflächen montiert, was eine zweifache Nutzung derselben Fläche erlaubt.
Laut PV-Netzwerk Baden-Württemberg gehören zu den häufigsten Repowering-Anlässen eine ausgeförderte Ü20-Anlage mit ausgelaufener EEG-Vergütung, eine anstehende Dachsanierung, bei der die Module ohnehin demontiert werden, sowie ein gestiegener Stromverbrauch, der einen höheren Eigenstromanteil sinnvoll macht. Auch technische Mängel oder spürbare Ertragsverluste der Bestandsanlage geben oft den Ausschlag.
Die Anreizregulierung ist ein behördliches Instrument zur Marktregulierung monopolistischer Märkte, das in Deutschland seit Januar 2009 für die Festsetzung der Netznutzungsentgelte für Strom und Gas angewendet wird.
Atypische Netznutzungszeiten bezeichnen die gezielte Verlagerung des Stromverbrauchs großer Letztverbraucher aus den vom Netzbetreiber definierten Hochlastzeitfenstern (HLZ) heraus. Diese Sonderform der Netznutzung ist in § 19 Abs. 2 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) geregelt und kann ein reduziertes Netzentgelt ermöglichen.
Als Balkonkraftwerke bezeichnet man kleine Photovoltaikanlagen – auch unter den Begriffen Mini-Solaranlagen oder Stecker-Solar-Geräte bekannt –, die sich aus Solarmodulen, einem Wechselrichter sowie dem Montagematerial zusammensetzen.
Beim Baukostenzuschuss (BKZ) handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die der Netzbetreiber vom Anschlussnehmer verlangt, um die vorgelagerte, allgemeine Netzinfrastruktur zu errichten oder zu verstärken.
BEG KfW-Zuschuss 458: Die Grundförderung liegt bei 30%. Wer eine Öl-/Gasheizung austauscht, erhält über den Klimabonus zusätzlich +20% (insgesamt 50%). Bei einem Jahreseinkommen bis 40.000 € kommt der Einkommensbonus mit +30% hinzu (insgesamt 70%). Für natürliche Kältemittel gibt es weitere +5%. Die förderfähigen Kosten betragen höchstens 30.000 € (EFH), der maximale Zuschuss 21.000 €.
Beim bidirektionalen Laden – auch Vehicle-to-Grid (V2G) genannt – können Elektrofahrzeuge nicht nur Strom aus dem Netz beziehen, sondern Energie ebenso wieder in das öffentliche Stromnetz zurückspeisen.
Bei bifazialen Modulen entsteht Strom sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite (durch diffuses Licht und Bodenreflexion). Der Mehrertrag bewegt sich je nach Aufständerung und Albedo zwischen 5–30%. Lohnenswert ist der Einsatz bei aufgeständerten Anlagen (Freiflächenanlagen, Carports, Flachdach mit Abstand) sowie über hellen Untergründen (weißer Kies, heller Beton).
Bei Biogas handelt es sich um ein energiereiches Gasgemisch, das in Biogasanlagen durch anaerobe Vergärung von Biomasse wie Abfällen, Pflanzen oder Gülle unter Luftabschluss gebildet wird. Den Hauptanteil stellen Methan (50-75%) und Kohlendioxid (25-55%) dar, hinzu kommen geringe Mengen weiterer Gase.
Biomethan, auch als Bioerdgas bekannt, ist Methan nicht-fossilen Ursprungs, das aus biogenen Stoffen gewonnen wird. Es entsteht durch die Aufbereitung von Biogas, welches durch die anaerobe Vergärung organischer Materialien wie Gülle, Bioabfällen oder Energiepflanzen in Biogasanlagen erzeugt wird.
Zwar wird Gas in Kubikmetern (m³) erfasst, abgerechnet wird es jedoch in Kilowattstunden (kWh). Die Umrechnung läuft nach der Formel: kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl. Wie viel Energie pro m³ enthalten ist, drückt der Brennwert aus (H-Gas: ca. 11,5 kWh/m³, L-Gas: ca. 10 kWh/m³).
Mit einem Bündelvertrag für Strom und Gas wird der Energiebezug mehrerer Standorte beziehungsweise Abnahmestellen in einem einzigen Vertrag zusammengefasst.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist die Regulierungsbehörde für Energie, Telekommunikation, Post und Eisenbahn. Zu ihren Aufgaben im Energiebereich zählen die Regulierung der Netzentgelte, der Betrieb des Marktstammdatenregisters (MaStR), die Überwachung des Lieferantenwechsels, die Ausschreibungen für erneuerbare Energien sowie die Funktion als Beschwerdestelle.
Carport-PV bezeichnet überdachte Stellplatzlösungen, die mit Photovoltaikmodulen ausgestattet sind, um gleichzeitig Fahrzeuge zu schützen und Solarstrom zu erzeugen. Dies wandelt ungenutzte Parkflächen in eine profitable Energiequelle um.
Im PV-Bereich sind bei der Cloud-to-Cloud-Speicherung vor allem zwei Konzepte von Bedeutung. Das eine meint eine "Stromcloud" beziehungsweise "Solarcloud", die überschüssigen Solarstrom als virtueller Stromspeicher aufnimmt.
Grundlage des CO2-Preises bei Gas ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das in Deutschland seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Mit diesem Gesetz werden CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas im Wärme- und Verkehrssektor bepreist, um zur Emissionsminderung anzuregen.
Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt den Momentanwirkungsgrad unter festgelegten Laborbedingungen (EN 14511). Ein COP 4 bedeutet, dass unter Normbedingungen aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme entstehen. Die JAZ hingegen ist der tatsächliche Jahresdurchschnitt einschließlich sämtlicher Anlaufphasen, kalter Wintertage, Abtauzyklen und der Warmwasserbereitung. Damit fällt die JAZ stets niedriger aus als der COP.
Bei der CO₂-Abgabe – ebenfalls als CO₂-Preis bezeichnet – handelt es sich um ein Instrument, das in Deutschland seit Januar 2021 besteht und Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas mit einem Preis versieht.
Mit Degradation wird bei Solaranlagen der schrittweise, natürliche Leistungsverlust von Solarmodulen im Lauf ihrer Lebensdauer beschrieben. Im Zuge dieses Vorgangs nimmt die Fähigkeit ab, Sonnenlicht in elektrische Energie zu wandeln, sodass der Stromertrag der Anlage sinkt.
Im Strom- und Gasvertrieb meint Digitalisierung den Einsatz digitaler Technologien, um Prozesse, Kundenkommunikation und Datenanalyse zu verbessern sowie neue Produkte und Dienstleistungen zu schaffen – etwa Online-Portale, Apps und Smart-Home-Integrationen.
Direktvermarktung von PV-Strom heißt, dass der erzeugte Solarstrom nicht zu einem festen Satz über die EEG-Einspeisevergütung verrechnet, sondern unmittelbar am Energiemarkt veräußert wird. Üblicherweise erfolgt dies über das Marktprämienmodell, in dem ein Direktvermarkter den Strom an der Strombörse handelt.
Ein Doppeltarifzähler – auch als Zweitarifzähler bezeichnet – misst den Stromverbrauch getrennt nach Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT). Dabei bezeichnet HT den teureren Strompreis am Tag, wohingegen NT den günstigeren Preis in den verbrauchsärmeren Nachtstunden und häufig auch am Wochenende abbildet.
Dünnschichtmodule (CdTe, CIS/CIGS) aus den frühen 2000er Jahren büßen im ersten Jahr bis zu 25% Leistung ein (Light Soaking). Nach 15 Jahren beläuft sich die Gesamtdegradation häufig auf 20–35% – also erheblich mehr als bei kristallinen Modulen mit 10–15%. Zahlreiche frühe Dünnschicht-Anlagen erreichen heute nur noch 65–80% ihrer Nennleistung.
Bei der dynamischen Strompreisgestaltung ist der Strompreis für Endverbraucher nicht fest, sondern folgt flexibel den aktuellen Marktgegebenheiten. Der Arbeitspreis je Kilowattstunde (kWh) richtet sich nach den Spotmarktpreisen an der Strombörse (z. B. EPEX Spot) und kann sich stündlich oder viertelstündlich ändern.
Dynamische Stromtarife sind flexible Preismodelle, bei denen sich der Arbeitspreis stündlich oder viertelstündlich an den Börsenpreisen (etwa der EPEX Spot) orientiert. Im Gegensatz zu Festpreistarifen schwanken die Preise mit Angebot und Nachfrage. Seit dem 1. Januar 2025 müssen nach § 41a EnWG alle Stromlieferanten solche Tarife anbieten – zuvor galt das nur für Lieferanten mit mehr als 100.000 Kunden. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Dynamische Tarife im Strom- und Gasvertrieb sind Preismodelle, in denen der Arbeitspreis für Energie nicht festgelegt ist, sondern sich flexibel nach den aktuellen Marktpreisen richtet.
Beim EEG-Bonus für besondere Solaranlagen handelt es sich um eine staatliche Förderung gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023), die innovative Formen von Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlicher gestalten soll.
Die EEG-Einspeisevergütung für Photovoltaik ist 2026 nach Anlagengröße gestaffelt und sinkt halbjährlich um 1 %. Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. Februar und 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, gelten 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung. Der Satz bleibt nach Inbetriebnahme 20 Jahre konstant.
Bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem die 20-jährige EEG-Vergütung endet und die Einnahmen abrupt auf einen Bruchteil sinken.
Als 'Eigenverbrauch' wird bei Solaranlagen jener selbst produzierte Solarstrom bezeichnet, den der Betreiber unmittelbar am Standort nutzt. Statt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen, fließt dieser Stromanteil direkt in den Verbrauch des Haushalts oder Betriebs.
Der Eigenverbrauch-Vorteil beruht darauf, dass selbst erzeugter Strom – vor allem aus Photovoltaik – direkt vor Ort genutzt und so weniger Strom aus dem Netz bezogen wird. Da auf den eigenverbrauchten Strom keine Netzentgelte, Umlagen und Stromsteuer anfallen, ist er in der Regel deutlich günstiger als Netzstrom.
Die Einspeisevergütung ist eine im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) staatlich festgelegte Vergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, der ins öffentliche Netz eingespeist wird, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.
Elektrolumineszenz (EL) bei PV-Inspektionen ist ein bildgebendes Verfahren, das unsichtbare Defekte in Solarmodulen sichtbar macht. Hierbei werden die PV-Module rückwärts bestromt, wodurch die Solarzellen Infrarotlicht emittieren, das von Spezialkameras erfasst wird.
Unter der energetischen Amortisationszeit (Energy Payback Time) versteht man die Spanne, bis eine PV-Anlage jene Energiemenge erzeugt hat, die ihre Produktion erforderte. Heutige Richtwerte liegen bei kristallinen Silizium-Modulen bei rund 1,5–2 Jahren, bei Dünnschichtmodulen bei etwa 0,5–1 Jahr.
Beim Energieaudit nach DIN EN 16247-1 handelt es sich um ein strukturiertes Vorgehen, mit dem Energieeinsatz und -verbrauch in Unternehmen oder Organisationen geprüft und ausgewertet werden.
Im Zusammenhang mit PV-Repowering meint 'Energieautarkie', dass der eigene Bedarf an Strom und Wärme durch eine modernisierte Photovoltaikanlage möglichst vollständig gedeckt wird, wodurch die Abhängigkeit von externen Energiequellen sinkt.
Ein Energiemanagementsystem (EnMS) dient der systematischen Erfassung, Analyse und Steuerung von Energieströmen in einem Unternehmen, um den Energieverbrauch zu optimieren und die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern.
Beim deutschen Energiemarkt handelt es sich um einen liberalisierten Markt, auf dem Strom und Erdgas aus unterschiedlichen Quellen produziert, gehandelt und an Endverbraucher abgegeben werden. Sein Hauptzweck besteht darin, eine zuverlässige, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung sicherzustellen.
Als Energieversorgungsunternehmen (EVU) gilt ein in der Energieversorgung tätiges Unternehmen, das Kunden mit elektrischer Energie, Gas oder Fernwärme versorgt. Rechtlich umschrieben wird der Begriff in § 3 Nr. 18 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).
Beim Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) handelt es sich um das maßgebliche Regelwerk für die leitungsgebundene Energieversorgung hierzulande; es steckt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Strom, Gas und Wasserstoff ab.
Mit Energy Sharing ist das gemeinschaftliche Verbrauchen von lokal erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien gemeint, etwa aus Photovoltaikanlagen, wobei das öffentliche Stromnetz mit eingebunden wird.
Bei Erdgas handelt es sich um ein natürlich auftretendes Gemisch gasförmiger Kohlenwasserstoffe. Den Hauptbestandteil bildet Methan (CH₄, ca. 75–99%). Es entsteht durch thermische Zersetzung organischer Substanz über Millionen Jahre unter Druck und Hitze in Sedimentgesteinen. Die weltweit größten Reserven liegen in Russland, Iran, Katar und den USA.
Hierbei wird die tatsächliche Stromproduktion einer Anlage dem theoretischen Potenzial gegenübergestellt. Auf diese Weise treten Leistungsverluste und Optimierungsmöglichkeiten zutage.
Unter Fassaden-PV versteht man Photovoltaik-Module, die senkrecht an der Gebäudehülle montiert oder unmittelbar in diese eingebaut werden, um Solarstrom zu gewinnen. Das Prinzip gleicht einer Dachanlage, allerdings wird hier seitlich einfallendes Licht genutzt.
Mit Floating-PV (Floating Photovoltaik) werden Solaranlagen bezeichnet, deren Module auf schwimmenden Konstruktionen auf Gewässern angebracht sind. Für die Stromerzeugung greifen solche Anlagen auf bislang ungenutzte Wasserflächen wie Stauseen, Baggerseen oder Industriebecken zurück.
Wie hoch der jährliche Gasverbrauch ausfällt, hängt stark von Branche und Unternehmensgröße ab. Für kleinere Büros liegt er üblicherweise bei etwa 15.000 kWh pro Jahr, Restaurants kommen auf rund 50.000 kWh. Werkstätten benötigen durchschnittlich 80.000 kWh Gas jährlich.
Bei der Gaspreisbremse handelte es sich um eine staatliche Subvention der Bundesregierung in Deutschland, mit der private Haushalte und Unternehmen gegen stark gestiegene Energiekosten abgesichert werden sollten. In Kraft trat sie am 1. März 2023, wirkte jedoch rückwirkend bereits ab dem 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023.
Bei einem Gasspeicher handelt es sich um eine technische Anlage, die Gase – vor allem Erdgas – aufnimmt, speichert und je nach Bedarf wieder abgibt.
Übliche Gastarife für Gewerbekunden in Deutschland bestehen aus dem Arbeitspreis je Kilowattstunde (kWh) sowie einem festen Grundpreis. In den Arbeitspreis fließen Aufwendungen für Beschaffung, Vertrieb und Netzentgelte ebenso ein wie Steuern und Abgaben, darunter die CO2-Abgabe und die Konzessionsabgabe.
Beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) handelt es sich um ein deutsches Bundesgesetz, das seit dem 1. November 2020 in Kraft ist und zum 1. Januar 2024 überarbeitet wurde.
Die Genehmigungsfiktion für PV-Anlagen besagt, dass bestimmte Solaranlagen automatisch als genehmigt anzusehen sind, sofern die zuständigen Behörden nicht binnen einer festgelegten Frist auf einen Antrag reagieren.
Mit Gewerbestrom ist elektrische Energie gemeint, die gezielt Unternehmen, Gewerbetreibenden und Selbstständigen angeboten wird. Dieser Stromtarif ist auf den meist höheren Stromverbrauch und die besonderen Bedürfnisse gewerblicher Abnehmer abgestimmt.
Der Grundversorger ist das Energieversorgungsunternehmen, das in einem Netzgebiet die meisten Haushaltskunden mit Strom und/oder Gas beliefert. Diese Rolle wird alle drei Jahre neu festgelegt und ist gesetzlich in § 36 Abs. 1 EnWG verankert.
Unter der Grundversorgung beim Gas versteht man die gesetzlich verankerte, flächendeckende Versorgung von Haushaltskunden mit Erdgas in Deutschland. Dadurch ist gewährleistet, dass jeder Haushalt jederzeit Gas beziehen kann, selbst ohne abgeschlossenen Liefervertrag.
Bei der Grundversorgung mit Strom und Gas handelt es sich um die gesetzlich verankerte, flächendeckende Energiebelieferung von Haushaltskunden in Deutschland. Sie garantiert, dass jeder Haushalt jederzeit Strom und Gas beziehen kann, auch ohne eigens abgeschlossenen Liefervertrag.
Mit einer Heizlastberechnung wird die genau erforderliche Heizleistung in Watt oder Kilowatt bestimmt, damit ein Gebäude selbst am kältesten Tag des Jahres auf der gewünschten Innentemperatur gehalten werden kann. Einbezogen werden dabei Wärmeverluste über die Gebäudehülle und durch Lüftung sowie eine zusätzliche Aufheizleistung.
Bei Herkunftsnachweisen (HKN) handelt es sich um elektronische Zertifikate, die belegen, dass eine Megawattstunde (MWh) Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. Sie machen die Herkunft von Ökostrom transparent nachvollziehbar und verhindern eine Doppelvermarktung.
Als zentrale Komponente moderner Photovoltaikanlagen vereint ein Hybridwechselrichter gleich mehrere Funktionen in einem einzigen Gerät.
Mit dem hydraulischen Abgleich wird gewährleistet, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig und bedarfsgerecht auf sämtliche Heizkörper beziehungsweise Heizkreise eines Systems verteilt. Fehlt dieser Abgleich, werden nahe gelegene Heizflächen häufig mit zu viel Wärme versorgt, wohingegen entfernte Bereiche unterversorgt bleiben.
Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) ist ein digitaler Stromzähler, der über ein Smart-Meter-Gateway (SMGW) als Kommunikationseinheit verfügt. Es erfasst den Stromverbrauch in der Regel in 15-Minuten-Intervallen und übermittelt die Werte automatisch und sicher an Netzbetreiber und Lieferant.
Beim Investitionsabzugsbetrag (IAB) gemäß § 7g EStG handelt es sich um ein steuerliches Instrument, mit dem kleine und mittlere Betriebe bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geplante Investitionen in bewegliche, abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens schon vor der tatsächlichen Investition gewinnmindernd geltend machen können.
Die JAZ setzt die über ein Jahr erzeugte Wärmemenge ins Verhältnis zur dabei verbrauchten Strommenge. Die Formel lautet: JAZ = Wärmeenergie (kWh) / Stromverbrauch (kWh). Übliche Werte sind: Luft-Wasser-WP: JAZ ca. 3; Sole-Wasser-WP (Erdwärme): JAZ ca. 4; Wasser-Wasser-WP (Grundwasser): JAZ ca. 5. Je höher die JAZ ausfällt, desto weniger Strom wird benötigt.
Zu den Kernzielen eines PV-Repowerings zählen die Ertragsmaximierung – moderne Module erzeugen 15–30 % mehr Strom auf gleicher Fläche und die Degradation der Altanlage entfällt – sowie eine langfristige Ausfallsicherheit durch neue Komponenten mit 20–25 Jahren Garantie und geringeren Wartungskosten. Hinzu kommt eine bessere Wirtschaftlichkeit durch höheren Eigenverbrauch und aktuelle Vergütungs- oder Vermarktungsmodelle.
Klimaneutrales Gas, oft auch als Ökogas bezeichnet, ist Erdgas, dessen CO2-Emissionen bilanziell ausgeglichen werden, um keinen zusätzlichen Beitrag zum Treibhauseffekt zu leisten. Dies geschieht primär auf zwei Wegen: entweder durch die Beimischung von Biomethan oder durch die Kompensation der CO2-Emissionen.
Bei der Konzessionsabgabe handelt es sich um ein Entgelt, das Energieversorgungsunternehmen an Städte und Gemeinden entrichten. Im Gegenzug wird ihnen das Recht eingeräumt, öffentliche Wege für die Verlegung und den Betrieb von Strom-, Gas- oder Wasserleitungen zu nutzen und so Endverbraucher zu versorgen.
Wie lang die Kündigungsfristen für Gewerbestromverträge in Deutschland ausfallen, ist unterschiedlich; gesetzlich darf eine maximale Frist von drei Monaten jedoch nicht überschritten werden. Bei Tarifen alternativer Versorger bewegen sich die Kündigungsfristen üblicherweise zwischen einem und drei Monaten.
Bei einer Lastganganalyse wird der zeitliche Verlauf des Energieverbrauchs – typischerweise für Strom und Gas – detailliert untersucht und ausgewertet. Dabei wird die bezogene Leistung (Lastgang oder Lastprofil) über einen festgelegten Zeitraum dargestellt, in der Regel in 15-Minuten-Intervallen für Strom und stündlich für Gas.
Bei Leistungsoptimierern handelt es sich um kleine elektronische Bauteile, die an jedem Solarmodul einer PV-Anlage montiert werden. Ihre wesentliche Aufgabe besteht darin, den "Maximum Power Point" (MPP) jedes einzelnen Moduls zu bestimmen und zu optimieren.
Der Leistungspreis (€/kW) wird auf die höchste gemessene Leistungsspitze berechnet – meist die größte 15-Minuten-Spitze im Abrechnungszeitraum. Beispiel: 500 kW Spitzenlast × 80 €/kW = 40.000 € pro Jahr allein für die Leistungskomponente. Einsparpotenzial bietet ein Lastspitzenmanagement, etwa Peak Shaving mit einem Batteriespeicher.
Mit dem "Gesetz zur Neuregulierung des Energiewirtschaftsrechts" setzte am 29. April 1998 die Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland ein, die für Kunden in erster Linie die freie Wahl ihres Strom- und Gasanbieters mit sich bringt. Während früher regionale Monopole bestanden, konkurriert inzwischen eine Vielzahl von Anbietern miteinander.
LID (Light Induced Degradation) zeigt sich überwiegend im ersten Betriebsjahr, sobald Module erstmals einer intensiveren Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Als Ursache gilt die Aktivierung von Bor-Sauerstoff-Komplexen in kristallinen Siliziumzellen. Das Ausmaß beträgt 1–3% Leistungsverlust im ersten Jahr.
Bei LNG (Liquefied Natural Gas) handelt es sich um Erdgas, das durch Abkühlung auf rund -161°C bis -163°C verflüssigt wird, wobei sich sein Volumen etwa um das 600-fache verringert. Dank dieser Verflüssigung lässt es sich per Spezialschiff über große Distanzen und unabhängig von Pipelines transportieren.
Bei der MaLo-ID (Marktlokations-Identifikationsnummer) handelt es sich um eine elfstellige, bundesweit eindeutige Nummer, mit der seit dem 1. Februar 2018 jede Verbrauchsstelle für Strom oder Gas in Deutschland gekennzeichnet wird.
Mit der Marktlokations-ID (MaLo-ID), einer deutschlandweit eindeutigen, 11-stelligen Identifikationsnummer, wird seit dem 1. Februar 2018 jede Verbrauchsstelle für Strom oder Gas gekennzeichnet.
Beim Marktstammdatenregister (MaStR) handelt es sich um ein zentrales, behördliches Online-Register der Bundesnetzagentur für energiewirtschaftliche Daten in Deutschland. Es trat am 1. Juli 2017 in Kraft und steht seit dem 31. Januar 2019 online zur Verfügung.
Mit dem Merit-Order-Prinzip wird die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke am Strommarkt beschrieben, mit der die Stromnachfrage gedeckt wird. Maßgeblich sind dabei die Grenzkosten der Stromerzeugung, also die variablen Kosten je zusätzlich erzeugter Kilowattstunde.
Bei einem Messstellenbetreiber (MSB) handelt es sich um ein Unternehmen, das den Einbau, den Betrieb, die Wartung und die Ablesung von Strom- und Gaszählern verantwortet. Es erfasst die Verbrauchsdaten und leitet sie an Netzbetreiber und Energielieferanten weiter.
Über das Mieterstrommodell im Gewerbe lässt sich lokal erzeugter Strom – meist aus Photovoltaikanlagen auf dem Gebäudedach – direkt an gewerbliche Mieter veräußern, ohne dass dafür das öffentliche Netz in Anspruch genommen wird.
Bei Strom- und Gasverträgen liegt die Mindestvertragslaufzeit oftmals bei 12 oder 24 Monaten. Auch bei Wärmepumpenstromtarifen sind Laufzeiten von einem Monat bis zu zwei Jahren gängig, wobei ein Jahr am häufigsten anzutreffen ist.
Unter Modulrecycling versteht man das Sammeln, Entsorgen und Wiederverwerten ausgedienter Photovoltaik-Module mit dem Ziel, wertvolle Materialien wie Silizium, Glas, Aluminium, Kupfer und Silber zurückzugewinnen. Für die Nachhaltigkeit der Solarstromerzeugung und die Sicherung von Rohstoffen ist dies von entscheidender Bedeutung.
Beim Maximum Power Point Tracker (MPPT) handelt es sich um eine Steuerfunktion im Wechselrichter, die fortlaufend den optimalen Arbeitspunkt der Solarmodule bestimmt (maximale Leistung bei gegebener Einstrahlung und Temperatur). Ohne MPPT arbeiten die Module nicht optimal, was bis zu 20% Ertragsverlust zur Folge haben kann.
Zu negativen Strompreisen kommt es an den kurzfristigen Strombörsen wie dem Day-Ahead- und Intraday-Markt, wenn das Stromangebot die Nachfrage übersteigt. Dann müssen Stromerzeuger sogar dafür zahlen, dass ihr erzeugter Strom abgenommen wird, statt damit Erlöse zu erwirtschaften.
Netzanschlussbegehren: Förmlicher Antrag, um eine Anlage (PV, Wind, BHKW) mit dem öffentlichen Stromnetz zu verbinden – vor der Installation netzgekoppelter Anlagen verpflichtend. Der Netzbetreiber prüft dabei die Netzverträglichkeit und die technischen Anforderungen. Frist: Bei PV bis 30 kWp 1 Monat, danach greift die Genehmigungsfiktion (Solarpaket I 2024).
Als Netzentgelte werden die Gebühren bezeichnet, die Netzbetreiber für die Nutzung, den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Strom- und Gasnetze in Rechnung stellen. Sie bilden einen wesentlichen Teil Ihres Energiepreises und machen im Schnitt rund 25 Prozent des Strompreises aus.
Als Neukundenbonus bezeichnet man eine einmalige Wechselprämie, mit der Energieversorger neue Kunden beim Abschluss eines Strom- oder Gasvertrags belohnen, um einen Anbieterwechsel attraktiver zu machen. Dadurch fällt das erste Belieferungsjahr meist spürbar günstiger aus.
Wichtig ist hier eine eindeutige Unterscheidung zwischen dem 0%-Umsatzsteuersatz (UStG § 12 Abs. 3) auf der einen und der Einkommensteuerbefreiung (EStG § 3 Nr. 72) auf der anderen Seite.
Bei Ökostrom handelt es sich um Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Solar, Wasser und Biomasse. Den Nachweis über die Herkunft liefern Herkunftsnachweise (HKN), die das Umweltbundesamt im Herkunftsnachweisregister führt.
Beim Pakettarif handelt es sich um eine besondere Vertragsform im Strom- und Gasvertrieb: Kunden kaufen eine fest definierte Menge an Kilowattstunden (kWh) für einen festgelegten Zeitraum – üblicherweise ein Jahr – zu einem Fixpreis ein. Anders als bei Standardtarifen entfallen dabei häufig die monatlichen Abschläge sowie die Grundgebühr.
PERC steht für Passivated Emitter and Rear Cell und war von 2020 bis 2023 der gängige Standardmodultyp, mit einem Wirkungsgrad von 19–21%. Mittlerweile gilt die Technik als überholt, da TOPCon und HJT bei nahezu gleichem Preis eine deutlich höhere Effizienz erreichen.
Mit Power-to-Gas (PtG) wird ein energiewirtschaftliches Konzept beschrieben, bei dem aus erneuerbaren Energien gewonnener elektrischer Strom in speicherbare Gase wie Wasserstoff oder synthetisches Methan umgewandelt wird.
Bei einem Power Purchase Agreement (PPA) handelt es sich um einen langfristigen Stromliefervertrag, der zwischen einem Stromerzeuger und einem Abnehmer – etwa einem Unternehmen oder Energieversorger – geschlossen wird.
Mit einer Preisgarantie wird im deutschen Energievertrieb der vereinbarte Strom- oder Gaspreis für eine festgelegte Dauer von meist 12 bis 24 Monaten vor Erhöhungen abgesichert. So erhalten Kunden Planungssicherheit und sind vor kurzfristigen Preisschwankungen am Energiemarkt geschützt.
Ein Preisgarantie-Angebot im Energiebereich garantiert Ihnen als Kunden, dass die Preise für Strom oder Gas über einen festgelegten Zeitraum unverändert bleiben. Das verschafft Ihnen Planungssicherheit und bewahrt Sie vor unerwarteten Preiserhöhungen.
Ein Pufferspeicher ist ein Warmwassertank, der Wärme zwischen WP und Heizkreis zwischenspeichert. Sein Zweck: Er senkt die Takthäufigkeit der WP (die WP läuft seltener, dafür länger = günstiger für JAZ und Lebensdauer), entkoppelt die WP vom Heiznetz und erlaubt die Nutzung von PV-Überschuss (die WP lädt den Puffer, wenn die Sonne scheint).
Die PV-Pflicht ist eine gesetzliche Vorgabe, die Eigentümer dazu verpflichtet, ihre Dächer mit einer Solaranlage – meist einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung – auszustatten. Ihre konkrete Ausgestaltung, etwa bei Neubau, Dachsanierung oder Gewerbegebäuden, ist in Deutschland Ländersache und unterscheidet sich je nach Bundesland.
Bei der PV-Überschusssteuerung handelt es sich um ein intelligentes System, das darauf abzielt, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms zu maximieren. Es erkennt, in welchen Momenten die Photovoltaikanlage mehr Strom liefert, als der Haushalt unmittelbar verbraucht.
Eine PV-Versicherung bewahrt Ihre Photovoltaikanlage vor finanziellen Einbußen durch unerwartete Schäden und sichert damit Ihre Investition ab. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie in Deutschland zwar nicht, angesichts der hohen Anschaffungskosten und der zahlreichen Risiken ist sie jedoch dringend zu empfehlen.
Beim PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System) handelt es sich um ein kostenloses Online-Tool der EU. Damit lässt sich der voraussichtliche Jahresertrag einer PV-Anlage für jeden Standort in Europa ermitteln. Als Eingaben dienen Standort, Anlagenleistung, Ausrichtung, Neigung und Systemverluste; als Ausgabe erhält man eine monatliche und jährliche Ertragsschätzung in kWh/kWp.
Unter dem Begriff "Repowering" versteht man im Energiesektor das Ersetzen älterer, weniger effizienter Energieerzeugungsanlagen durch neue, leistungsstärkere Modelle – und zwar am selben oder einem nahegelegenen Standort.
Der 'ROI' (Return on Investment) gibt beim Repowering an, wie rentabel eine Investition in die Modernisierung vorhandener Energieanlagen – meist Windparks – ausfällt, und zwar als Prozentsatz der ursprünglichen Kosten.
Unter Schattenmanagement bei PV-Anlagen versteht man die Fähigkeit, die nachteiligen Folgen einer teilweisen oder vollständigen Verschattung auf den Stromertrag möglichst gering zu halten. Bereits geringe Schatten können die Energieproduktion deutlich stören und die Gesamtleistung eines Modulstrangs drastisch absenken.
Zu Schätzwerten kommt es, wenn kein aktueller Zählerstand vorliegt. Als Grundlage dienen dann der Vorjahresverbrauch oder Standardwerte. Das Problem: Weicht der tatsächliche Verbrauch davon ab, drohen hohe Nachzahlungen oder Guthaben. Die Lösung: Teilen Sie den Zählerstand stets zum Abrechnungsdatum mit – über das Online-Portal, die Telefonhotline oder per App.
Bei der Schlichtungsstelle Energie handelt es sich um eine unabhängige und neutrale Einrichtung, die Streitigkeiten zwischen privaten Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen, Messstellenbetreibern oder Messdienstleistern außergerichtlich beilegt.
Die Sektorenkopplung bringt Strom, Wärme und Mobilität zusammen. Bei einem Gewerbekunden mit PV bedeutet das: 1. PV + Wärmepumpe: Der Eigenstrom heizt das Gebäude – das spart Gas. 2. PV + E-Ladeinfrastruktur: Der Eigenstrom lädt die Firmenfahrzeuge. 3. PV + Speicher + Power-to-Heat: Der Überschussstrom dient der Warmwasserbereitung.
Einen seriösen Repowering-Anbieter erkennt man an seiner umfassenden Expertise bei der Planung, Genehmigung und Umsetzung von Projekten, mit denen ältere Energieanlagen durch moderne, leistungsstärkere Modelle ersetzt werden.
Mit dem SG-Ready-Standard (Smart Grid Ready) werden Wärmepumpen ausgezeichnet, die sich für den Betrieb in intelligenten Stromnetzen eignen und steuerbar sind.
Bei einem Smart Meter – auch intelligentes Messsystem (iMSys) genannt – handelt es sich um ein digitales Gerät, das Energieverbrauchsdaten präzise und in Echtzeit erfasst und überträgt.
Beim Sofortbonus handelt es sich um eine einmalige Wechselprämie, die Neukunden im ersten Vertragsjahr bekommen und die in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Tagen nach Lieferbeginn ausgezahlt wird. Sie sorgt für eine rasche finanzielle Entlastung und ist häufig ein fester Betrag, der unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch ausfällt.
Das Solarspitzengesetz 2025, offiziell "Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts zur Vermeidung von temporären Erzeugungsüberschüssen", ist seit dem 25. Februar 2025 in Kraft und betrifft alle neuen PV-Anlagen zwischen 2 und 100 kW.
Beim Sonderkündigungsrecht, das auch als außerordentliches Kündigungsrecht bezeichnet wird, lässt sich ein Vertrag vorzeitig auflösen, ohne dass die üblichen Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten eingehalten werden müssen. Zur Anwendung kommt es immer dann, wenn ein Festhalten am Vertragsverhältnis unter den jeweiligen Umständen nicht zumutbar ist.
Bei einem Spotmarkt-Tarif – gleichbedeutend mit dynamischer Tarif – richtet sich der Strompreis für Gewerbekunden unmittelbar nach den stündlichen oder viertelstündlichen Börsenpreisen einer Strombörse, etwa der EPEX Spot.
Als Spotmarktpreis bezeichnet man im Energiebereich den jeweils gültigen Preis für kurzfristig lieferbaren Strom oder Gas. Gebildet wird er an Energiebörsen wie der EPEX Spot in Paris.
Bei der Stromkennzeichnung handelt es sich um eine nach § 42 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gesetzlich verpflichtende Angabe, die Endverbraucher darüber informiert, woher ihr Strom stammt und welche Umweltauswirkungen er hat.
Die Strompreisbremse war ein staatliches Instrument, das Letztverbraucher vor stark gestiegenen Stromkosten entlasten sollte. Eingeführt durch das Strompreisbremsegesetz (StromPBG) vom 24. Dezember 2022, galt sie rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 (mit Entlastung in der Praxis ab März 2023) und lief zum 31. Dezember 2023 aus. Für 80 % des prognostizierten Verbrauchs galt ein gedeckelter Referenzpreis.
Unter thermischer Speicherung mit PV-Überschuss versteht man, überschüssigen Solarstrom effizient in Wärme für das Gebäude umzuwandeln und so nutzbar zu machen.
Bei der THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) handelt es sich um eine gesetzliche Klimaschutzregelung, die seit 2015 gilt und Mineralölunternehmen dazu verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Wird die vorgegebene Quote von diesen Unternehmen verfehlt, sind sie gezwungen, Emissionsgutschriften zu erwerben.
TOPCon (Tunnel Oxide Passivated Contact): Im Jahr 2025 die jüngste Massentechnologie. Wirkungsgrad: 21–24%. Schwach ausgeprägter LID-Effekt, gutes Temperaturverhalten. Preislich ca. 5–15% über Standard-PERC. HJT (Heterojunction Technology): Bietet den höchsten derzeit erhältlichen Wirkungsgrad (bis 25%). Überzeugt besonders bei hohen Temperaturen. Bifazial möglich. Ca.
Bei Trackeranlagen handelt es sich um bewegliche Unterkonstruktionen für Solarmodule in PV-Freiflächenanlagen, die die Module aktiv dem Stand der Sonne nachführen. Hauptzweck ist es, den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen möglichst durchgehend bei 90 Grad zu halten und dadurch den Stromertrag deutlich zu erhöhen.
Das Tranchenmodell – auch unter der Bezeichnung strukturierte Beschaffung bekannt – ist ein Verfahren im Energieeinkauf, bei dem ein Unternehmen seinen gesamten Energiebedarf nicht in einem Zug, sondern aufgeteilt in mehrere Teilmengen (Tranchen) und über verschiedene Zeitpunkte hinweg am Terminmarkt einkauft.
Die Abkürzung TTF bezeichnet die "Title Transfer Facility", einen virtuellen Handelspunkt für Erdgas in den Niederlanden, der für den europäischen Gashandel als wichtigster Referenzmarkt fungiert. An dieser virtuellen Plattform in Amsterdam treffen Erdgasproduzenten und -lieferanten zusammen, die das Gas anschließend an Endkunden veräußern.
Der Begriff „Ü20-Anlage" bezeichnet Photovoltaik- und Windenergieanlagen, deren 20-jähriger Förderzeitraum nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgelaufen ist. Diese Anlagen können weiterbetrieben, modernisiert oder durch Repowering erneuert werden.
Mit Unbundling ist im Energierecht die gesetzlich verlangte Trennung des Netzbetriebs von den übrigen Geschäftsfeldern der Energieversorgung – wie Erzeugung und Vertrieb – gemeint. Damit soll ein diskriminierungsfreier Zugang zu den Strom- und Gasnetzen sichergestellt und der Wettbewerb auf dem Energiemarkt gefördert werden.
Mit dem Solarpaket I (Mai 2024) gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp eine Genehmigungsfiktion: Meldet sich der Netzbetreiber innerhalb eines Monats nicht auf die Netzanschlussanfrage, gilt die Anlage als genehmigt (§ 8 Abs. 5 EEG). Ab dem 1.1.2025 sind Netzbetreiber außerdem verpflichtet, digitale Portale anzubieten.
Vermiedene Netzentgelte sind eine Vergütung, die Betreiber dezentraler Erzeugungsanlagen, die Strom in das Verteilnetz einspeisen, von den Netzbetreibern erhalten.
Versorgungssicherheit beschreibt die Fähigkeit des Energiesystems, Verbraucher zu jeder Zeit mit genügend Energie zu beliefern. Sie umfasst drei Dimensionen: 1. Technische Sicherheit (Netzstabilität, keine Blackouts). 2. Wirtschaftliche Verfügbarkeit (Bezahlbarkeit). 3. Unabhängigkeit (keine einseitige Importabhängigkeit).
Mit einer Vertragsbestätigung erklärt ein Unternehmen offiziell die Annahme eines Auftrags. Damit gibt es eine rechtlich verbindliche Willenserklärung ab, die zum Zustandekommen eines Vertrags beiträgt.
Im Zusammenhang mit einem Energievertrag ist eine Vollmacht ein schriftliches Rechtsdokument, durch das der Vollmachtgeber (Vertragsinhaber) eine vertraute Person (Bevollmächtigter) bestimmt und ermächtigt, ihn gegenüber seinem Energieversorger rechtssicher zu vertreten.
Bei Vorauskasse im Rahmen von Strom- und Gastarifen begleichen Sie den voraussichtlichen Gesamtjahresverbrauch für Energie bereits im Vorhinein. Üblicherweise erstreckt sich diese Zahlung über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Für Energieversorger sinkt dadurch das Risiko von Zahlungsausfällen, und die Liquidität verbessert sich.
Damit Sie spezielle Wärmepumpenstromtarife in Anspruch nehmen können, müssen verschiedene technische und vertragliche Bedingungen vorliegen. Wesentlich ist dabei eine steuerbare Wärmepumpe, die der Netzbetreiber bei hoher Netzauslastung drosseln oder – bei älteren Systemen – zeitweise abschalten kann.
Bei einer Wärmepumpe handelt es sich um ein Heizsystem, das kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser heranzieht, um damit Gebäude zu beheizen und Warmwasser bereitzustellen.
Als Wärmepumpentarif wird ein eigener Stromtarif bezeichnet, der allein für den Betrieb einer Wärmepumpe gilt und meist preisgünstiger ausfällt als gewöhnlicher Haushaltsstrom.
Wärmepumpen lassen sich in mehrere Typen einteilen, die sich vor allem hinsichtlich ihrer Wärmequelle und ihres Übertragungsmediums unterscheiden: Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärmepumpen), Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Grundwasserwärmepumpen) sowie Luft-Luft-Wärmepumpen.
Wasserstoff (H₂) ist ein farb-, geruch- und ungiftiges Gas sowie das leichteste und häufigste Element im Universum. Es besitzt mit rund 33,3 kWh/kg (etwa 120 MJ/kg) die höchste massenbezogene Energiedichte aller Brennstoffe, hat aber eine geringe volumetrische Dichte, was Speicherung und Transport aufwendig macht.
Bei der Zählpunktbezeichnung handelt es sich um eine eindeutige 33-stellige Nummer, mit der jeder Entnahmepunkt (Zählpunkt) innerhalb des deutschen Energieversorgungsnetzes identifiziert wird.
Die Gasnetze in Deutschland stehen vor einer tiefgreifenden Transformation mit Blick auf die Klimaneutralität bis 2045. Ein zentraler Baustein ist der Umbau bestehender Erdgasleitungen für Wasserstoff und Biomethan. Die Bundesnetzagentur hat am 22. Oktober 2024 das Wasserstoff-Kernnetz genehmigt: rund 9.040 km Leitungen, die schrittweise bis 2032 in Betrieb gehen – etwa 60 % aus umgestellten Gasleitungen und 40 % Neubau.
Ein Zweirichtungszähler ist ein besonderes Strommessgerät, das den Energiefluss in beiden Richtungen aufzeichnet: zum einen den aus dem öffentlichen Netz bezogenen Strom, zum anderen die Einspeisung von überschüssigem Solarstrom einer Photovoltaikanlage in das Netz.
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